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Historisches
Rückblick anlässlich unseres 35-jährigen Vereinsjubiläums.
Unser Reiterverein Tangstedt e.V. ist am
14.02.2009 35 Jahre alt geworden.
Ist das wirklich schon 35 Jahre her, dass es den Reiterverein Tangstedt
e.V. gibt?
Man kann es kaum glauben.
Das sind über 35 Jahre gelebter Pferdesport in Tangstedt.
Zugegeben, 35 Jahre - das ist keine Alter!
Und wenn ein Verein seit dreieinhalb Jahrzehnten existiert, dann
klingt das zunächst einmal nicht rekordverdächtig.
Es gibt viele Pferdesport-Vereine in Deutschland, die auf eine
deutlich längere Tradition verweisen können.
Und doch ist der 35. Geburtstag des Reiterverein Tangstedt etwas
Besonderes:
Als ländlicher Pferdesport-Verein im Grosstadt-Einzugsbereich
leben wir nicht auf einer abgelegenen Insel, sondern müssen
uns den Entwicklungen anpassen.
Der Rückgang der Bevölkerungszahl, die demographische
Entwicklung, der Wertewandel in der Gesellschaft und nicht zuletzt
die drohende Wirtschaftskrise stellen Herausforderungen dar, denen
wir uns auch als Pferdesportverein stellen müssen.
Zurzeit hat unser Reiterverein Tangstedt e. V. 228 Mitglieder,
davon
- 15 % männlichen Mitgliedern und 85 % weiblichen Mitglieder
- 40 % jugendliche Mitglieder unter 18 Jahren und 60 % Mitglieder
über 18 Jahre
Der Zweck und die Aufgabe unseres Vereins liegen weiterhin in der
Bereitschaft von Menschen, gemeinsame Interessen zu pflegen und
zu fördern und in dem Bestreben, die Freizeit sinnvoll zu gestalten.
Der Verein bezweckt:
- die Förderung der Gesundheit und der Lebensfreude aller
Personen,
insbesondere der Jugend im Rahmen der Jugendpflege, durch pferdesportliche
Betätigung;
- die Ausbildung von Pferdesportlern und Pferden/Ponys
hinsichtlich Ausgleich-, Breiten- und Leistungssport;
- die Förderung des Tierschutzes bei der Haltung und im Umgang
mit Pferden/Ponys;
- die Förderung des Reitens und Fahrens in der freien Landschaft
zur Erholung
und die Unterstützung aller Bemühungen zur Pflege der
Landschaft und zur Verhütung von Schäden;
- die Mitwirkung bei der Koordinierung aller Massnahmen zur Verbesserung
der Infrastruktur für Pferdesport und Pferdehaltung im Gemeindegebiet.
Diese Arbeit werden wir fortsetzen
- denn wir wollen bleiben, was wir sind -
die Visitenkarte des Pferdesportvereins in Tangstedt.
Wir wünschen unserem Verein "Alles Gute und eine positive
Zukunft!"
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Historisches
Rückblick anlässlich unseres 30-jährigen
Vereinsjubiläums.
Unser Reiterverein Tangstedt e.V. ist am 14.02.2004
Jahr 30 Jahre alt geworden.
30 Jahre - das sind heute aus Vereinssicht mehr
als eine Generation.
Die Gründung dieses Vereins ist eng mit der Entwicklung der
Pferdesportanlage & dem Stallbetrieb Lindenhof
in 22889 Tangstedt an der B432
verbunden.
Als Hans-Reinhard Pieper 1970 in dem seinerzeit reinem landwirtschaftlichen
Betrieb mit Ackerbau, Haltung von Kühen, Schweinen und Hühnern
mit 4 Pensionspferden und 2 eigenen Pferden seinen Stallbetrieb
- den Lindenhof - aufnahm, reifte schon 3 Jahre später, der
Stallbetrieb war inzwischen deutlich vergrössert worden und
eine Halle war inzwischen errichtet worden, bei ihm zusammen mit
den Einstellern der Gedanke, einen Verein ins Leben zu rufen um
u. a. auch selber Turniere veranstalten zu können.
Es entstand so eine Kooperation zwischen Verein und dem Lindenhof.
Heute stehen auf dem Lindenhof 90 Pferde, die Anlage umfasst inzwischen
ein Casino,
eine Halle 20 x 80 m, eine Halle 20 x 35 m, einen Aussen-Springplatz
60 x 100 m Gras,
einen Aussen-Dressurplatz 20 x 60 m Sand, einen Aussenplatz 25 x
65 m Sand, einen
Fahr-Dressurplatz 40 x 100 m Gras und ca. 60 ha Weidefläche
für die Pferde.
Auf dieser idyllischen Anlage im Nord-Osten von Hamburg kann man
aktiven Turnier-
und Freizeitsport mit artgerechter Pferdehaltung perfekt kombinieren.
Grosszügige Hallen und Aussenplätze, professioneller Unterricht,
ganzjährige Weide direkt am Stall und 70 km herrliche Reitwege
im Alster- und Forstgebiet bieten hierzu die optimalen Bedingungen.
Mit 37 Gründungs-Mitgliedern wurde der Reiterverein Tangstedt
e.V. am 14. Februar 1974 im Gasthof Tangstedter Mühle in Tangstedt
gegründet und schon kurz darauf ins
Vereinsregister beim Amtsgericht in Norderstedt unter der Nr. 0174
eingetragen.
Übrigens: erster Vereinsvorsitzender war Wolf Henning Friedrich
von Buchwald.
Noch im ersten Halbjahr 1974 erfolgte die Aufnahme in den Kreisreiterbund
Stormarn und in den Pferdesportverband (PSV) Schleswig-Holstein
sowie in den Kreissportverband (KSV) Stormarn und in den Landessportverband
(LSV) Schleswig-Holstein.
Der Zweck und die Aufgabe unseres Vereins liegt in der Bereitschaft
von Menschen,
gemeinsame Interessen zu pflegen und zu fördern und in dem
Bestreben, die Freizeit sinnvoll zu gestalten.
War der Verein bei seiner Gründung überwiegend ein reiner
Reitverein, so inzwischen daraus ein Reit- und Fahr-Verein geworden,
also ein Verein, heute als Pferdesportverein bezeichnet, in dem
gemeinsam im Team mit einem oder mehreren Pferden bzw. Ponys Sport,
bzw.
Freizeitsport, betrieben wird.
Natürlich ist auch der Fahrsport stark im Verein vertreten,
denn mit Hans-Reinhard Pieper hat der Verein einen erfolgreichen
Teilnehmer internationaler Fahr-Turniere in seiner Mitte. Als Zweispänner-Fahrer
wurde er u.a. Schleswig-Holsteinischer Landesmeister, Deutscher
Meister und Vize-Weltmeister.
Es werden folgende Pferdesportarten betrieben:
- Freizeitreiten und Freizeitfahren
- Breitensport, Reiten und Fahren
- Reiten, Dressur und Springen
- Fahren, Dressur, Hindernisfahren und Gelände (ein-
und mehrspännig)
Alle Details der erfolgreichen Geschichte unseres Vereins aufzuführen,
würde zu weit führen, so sollen einige Beispiele als Beleg
für das aktive Leben unseres Vereins stehen.
Bereits im Herbst 1974 führte der Verein erfolgreich sein
erstes genehmigtes Turnier durch, übrigens nach der LPO 1970
und dem Aufgabenheft 1973.
Im jährlichen Rhythmus führt der Verein Reit- bzw. Fahr-Turniere
bis zur Klasse M und
auch zum Teil mit Prüfungen der Klasse S durch, mit sehr hohen
Nennungsergebnissen.
Abzeichenprüfungen und Haus-Turniere sowie Ausbildungsveranstaltungen
und gesellschaftliche Veranstaltungen runden die Palette der Vereins-Aktivitäten
ab.
Intensiv unterstützt der Verein die Förderung des Nachwuchses
und der Jugend, neben der Ausbildung für jugendliche Reiter
und Pony/Pferd werden im festen Rhythmus interne Ausbildungsveranstaltungen
und Vereins-Turniere durchgeführt.
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Tangstedt und der Forstverwaltung
hat sich der Verein seit 1974 aktiv um den Ausbau des Reitwege-Netzes
gekümmert.
Den Reiterinnen und Reitern steht ein herrliches Ausreitgebiet im
Alster- und Forstgebiet mit gut angelegten Reitwegen zur Verfügung.
Heute hat der Reiterverein Tangstedt e.V. um die 250 Mitglieder
und hat in der Pferdesportanlage & Stallbetrieb Lindenhof
in Tangstedt seinen Stammsitz.

Die Zusammensetzung unserer Vereins-Mitglieder liegt
durchschnittlich bei
- ca. 20 % männlichen Mitgliedern und ca. 80 % weiblichen
Mitgliedern
- ca. 33 % Mitgliedern bis 18 Jahre und ca. 67 % Mitgliedern über
18 Jahre
Wir wünschen unserem Verein "Alles Gute für eine
weiterhin entwicklungsträchtige Zukunft!"
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Historisches
Rückblick anlässlich unseres 25-jährigen
Vereinsjubiläums.
Unser Reiterverein Tangstedt e.V. ist am 14.02.1999 25
Jahre alt geworden.
Wenn der Reiterverein Tangstedt e.V. daraufhin alle Freunde und
Förderer einlädt, dann muss schon etwas Besonderes los
sein.
So ist es:
Der Reiterverein
Tangstedt hat in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum!
Aus diesem Grund wird am Samstag, den 21.08.1999, ein Sommerfest
für unsere Vereinsmitglieder, alle Lindenhof-Stallmitglieder
sowie alle eingeladenen Gäste durchgeführt.
Seit seiner Gründung 1974 hat der RVT sein Domizil auf dem
Lindenhof von Hans-Reinhard Pieper.
Daher wollen wir anstelle einer festlichen Jubiläumsfeier in
fremden Räumen lieber gemeinsam einen gemütlichen Abend
in der rustikalen Umgebung der Reithalle verbringen.
Dabei kann der Eine oder Andere die Gelegenheit nutzen, einen alten
Reiterfreund oder eine alte Reiterfreundin wiederzusehen und nette
Gespräche bei einem Getränk zu führen.
Denn für Trinken, Essen und Musik ist natürlich gesorgt.
Auch eine kleine Tanzfläche steht zur Verfügung für
diejenigen, die Bewegung und den Körperkontakt schätzen.
Gesessen und gegessen wird auf Strohballen - daher musste dieses
bei der Kleiderwahl berücksichtigt werden!
Wir haben 107 Anmeldungen (Mitglieder, Förderer, Stallmitglieder
und Gäste) vorliegen, denen die Veranstaltung sehr gut gefallen
wird, und die sich bei uns sehr wohl fühlen werden.
Zurzeit hat unser Reiterverein Tangstedt e. V. 222 Mitglieder,
davon
- 21 % männlichen Mitgliedern und 79 % weiblichen Mitglieder
- 42 % jugendliche Mitglieder unter 18 Jahren und 58 % Mitglieder
über 18 Jahre
Für unseren Verein wünschen wir uns "Weiterhin
alles Gute, und weiter so!"
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Historisches
Rückblick anlässlich unseres 10-jährigen
Vereinsjubiläums.
Unser Reiterverein Tangstedt e.V. ist am 14.02.1984 10
Jahre alt geworden.
Seit der Gründung in 1974 mit 37 Gründungs-Mitgliedern
ist der Reiterverein Tangstedt e.V. inzwischen um zusätzliche
gut 120 Mitglieder gewachsen.
Wir sind stolz auf diesen deutlichen Zuwachs in den letzten 10 Jahren,
zeigt er doch eindeutig einem Trend unseres Vereins auf, der auch
auf unseren guten Ruf, unsere vielen durchgeführten Veranstaltungen
von Reit-und Fahrturnieren im sportlichen Bereich verbunden mit
unseren gesellschaftlichen Veranstaltungen zurück zuführen
ist.
Wir wünschen unserem Verein "Weiterhin alles Gute
sowie eine weitere Entwicklung!"
Der heutige Tag ist auch eine gute Gelegenheit mal etwas über
den historischen Hintergrund unseres Ortes Tangstedts und seiner
Umgebung zu berichten.
Aus Tangstedts Geschichte
Die Grossgemeinde Tangstedt besteht erst seit dem 1. April 1970.
Sie entstand aus den drei Gemeinden Tangstedt, Wilstedt und Wulksfelde.
Die Gemeinde Tangstedt umfasst ein Gebiet von etwa 4000 ha mit rd.
5400 Einwohnern im Jahre 1976. Sie gehört zum Kreis Stormarn.
Der Name Tangstedt findet eine einfache Erklärung: "Tang"
nannte man die Sandfläche zwischen Mooren und die niederdeutsche
Ortsbezeichnung -stedt, -stede, -stedde findet man überall
in Holstein als unmittelbaren Hinweis auf die ehemaligen germanischen
"Thingstätten".
Im Jahre 1309 wird das Dorf Tangstedt erstmals urkundlich erwähnt.
Jedoch deuten Fundstellen und Einzelfunde der jüngeren Steinzeit
sowie Grabhügel und Einzelfunde der Bronzezeit auf eine vorgeschichtliche
Besiedelung dieses Raumes hin.
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Hamburger Domkapitel,
das über die Stiftung einer Vikarie und einer Seelenmesse im
Dom durch den Ritter Hartwig von Hummelsbüttel berichtet, zu
deren Rente er jährlich acht Scheffel Roggen von 2 Hufen in
Tangstedt bestimmte. (1 Hufe - Bauernstelle - = ca. 12 ha).
1314 kommt das Dorf an die Schauenburg-Pinnebergische Linie, später
ist es mit Tremsbüttel verbunden und fällt 1475 an den
Herzog von Sachsen-Lauenburg.
1635 hat das Dorf bereits eine Schule, als 3 Vollhufen zur Gründung
eines Vorwerks oder Meierhofes "gelegt" werden.
1650 wird das Herrenhaus errichtet, das fast 300 Jahre lang die
wechselvolle Geschichte des Gutes Tangstedt überdauert, bis
es 1947 durch Brandstiftung für immer vernichtet wird.
Dem Schloss Tangstedt hat der Dichter Detlef von Liliencron, der
einige Jahre hier verbrachte, in seinem Roman "Leben und Lüge"
ein literarisches Denkmal gesetzt.
Das Kanzleigut Tangstedt wird 1693 an die Gebr. von Hedemann verkauft.
Mit dem Kaufkontrakt wurde, wie es im Vertrage heisst, mit allem
Recht und obrigkeitlicher Gewalt auch die Gerichtsbarkeit und die
Abgabenpflicht der Untertanen auf Tangstedt übergeleitet.
So konnte das Gut Tangstedt lange Jahre die Bauern beherrschen,
obwohl nie die Leibeigenschaft in Tangstedt bestand.
Im Jahre 1860 gelang es den Bauern jedoch, sich vollständig
von der Gutsherrschaft zu lösen.
Der Gutsbezirk umfasste ungefähr 65 qkm.
An der Westgrenze verlief der alte "Ochsenweg" von Dänemark
nach Hamburg (Ochsenzoll).
Im Jahre 1974, als in Tangstedt die Kanalisation in der Dorfstrasse
gebaut wurde, konnte man am sogenannten "Gnadenberg" sehen,
wie schwierig es war, diesen Teil des Weges zu überwinden.
Der "Gnadenberg" bestand aus ganz feinem Sand, der selbst
durch die Bretter der Baugrube hindurchrieselte und diese immer
wieder zuschüttete.
In früherer Zeit musste das Vieh über diesen Sandberg
getrieben werden.
Schwache oder kranke Tiere verendeten in dem tiefen Sand; deshalb
der Name Gnadenberg, weil dort den kranken oder schwachen Tieren
der Gnadentod beschieden war.
Wilstedt gehört zu den ältesten Dörfern sächsischer
Siedlung und war von jeher ein reines Bauerndorf, das sich durch
seine ringförmige Anlage und die strahlenförmig abgehenden
Wege und Strassen charakteristisch von der üblichen Form der
Nachbardörfer abhebt.
Der Ort hiess früher Wedelstede, dann Welstede und anschliessend
Wilstedt; das heisst Stätte an der Furt.
Für den Verkehr durch sumpfige und schwer zugängliche
Gegenden dienten jahrhundertelang nur schmale Furten.
Zwei wichtige Übergänge über die Alster - mit einem
viel breiteren Flussbett als heute - waren die Naher- und die Speckelfurt.
"Speckeln" nannte man das Befestigen des moorigen Untergrundes
mit einer dicken Schicht zusammengebundener Zweige, damit Vieh und
schwerbeladene Wagen nicht wegsackten.
Erst durch die Alsterregulierung im Jahre 1740 wurde aus dem Sumpfgebiet
bei Wilstedt fruchtbares Weideland.
1350 wird Wilstedt urkundlich erwähnt, als das Hamburger Domkapitel
von 3 Hufen aus Wilstedt den Zehnten bezog.
Eine noch frühere urkundliche Erwähnung des Ortes stammt
aus dem Jahre 1292 in Zusammenhang mit einer Sammlung für die
im Jahre 1256 zum zweiten Mal neu erbaute Kirche in Bergstedt.
Auf der Liste erscheint u. a. der Name Wedelstede.
Wilstedt wie auch Tangstedt gehörten bis 1896 zum Kirchdorf
Bergstedt.
Wilstedt ist noch heute geprägt von grossen gepflegten bäuerlichen
Anwesen.
Es errang bei dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner
werden" dreimal hintereinander den 1. Preis.
Östlich der B 432, der Strasse nach Bad Segeberg, die die
jetzige Gemeinde Tangstedt durchschneidet, liegt die ehemalige Gemeinde
Wulksfelde.
Zu ihr gehörten die Ortsteile Ehlersberg, Wiemerskamp und Rade.
Auch Rade hat eine weit zurückreichende Geschichte.
Der Ortsname ist nicht schwer zu deuten, er geht auf "roden"
bzw. "Rodung" zurück.
Daraus ist zu schliessen, dass diese Ortsgründung in der Zeit
der umfangreichen Waldrodungen in Stormarn im 12. und 13. Jahrhundert
entstanden ist.
Unter diesem Namen ist das Dorf erstmalig urkundlich in einem Vertrage
erwähnt, in dem sich die Grafen Johann von Holstein-Stormarn
und Adolf von Holstein-Stormarn über ihren Besitzstand vergleichen.
Zu Rade gehörte die Rader Schleuse.
In den Jahren 1527 bis 1529 wurde sie als Kastenschleuse für
die Alster angelegt.
Die darüber führende Brücke war Teil des Heerweges
nach Eutin.
Die Schleuse wurde 1550 überholt.
Die Überholung soll damals 150 Taler gekostet haben.
Sie lohnte sich deshalb, weil die Alsterschiffahrt zu der damaligen
Zeit eine grosse Bedeutung hatte.
Kalk aus Segeberg, Torf, Holz, Feldsteine, das alles gelangte über
die Alster nach Hamburg, wo es zum Bauen der Häuser und zum
Heizen gebraucht wurde.
In dem früheren Dorf Rade stand, wie auch in Tangstedt, eine
Korn-Wassermühle.
Es bestand der sogenannte Mühlenzwang.
Die Untertanen hatten die Verpflichtung, gegen eine Abgabe von Korn
ihr Mahlgut zu einer bestimmten Mühle zu bringen und dort "pflegen"
zu lassen.
Etwa zur gleichen Zeit wie Rade entstand auch das Dorf Wulksfelde.
Mitte des 14. Jahrhunderts war es im Besitz des Hamburger Domkapitels.
Die wichtigsten Ereignisse seiner Geschichte sind die fast völlige
Vernichtung durch Brandschatzung im Jahre 1342, die Einführung
der Leibeigenschaft etwa 1530 - Wulksfelde gehörte zu dieser
Zeit dem Gutsherrn von Bockwoldt auf Borstel - und die "Legung"
des Dorfes (zeitlich nicht bekannt), die gleichsam das Ende des
Ortes bedeutet.
Das heutige Gut Wulksfelde hat seine Anfänge in dem "Meierhof",
zu dessen Gründung die ehemaligen Bauernhäuser des Dorfes
Wulksfelde abgebrochen (gelegt) wurden, und die Bauern, von Haus
und Hof vertrieben, sich als Knechte bei der Gutsherrschaft verdingen
mussten.
Die Bauern selbst waren dagegen völlig machtlos.
Das Recht lag einzig und allein beim Gutsherrn.
An die abgebrochenen Höfe erinnert heute nur noch die Flurbezeichnung
"Altenhöfen" südlich der jetzigen Gutsanlage.
Heute gehört das Gut Wulksfelde fiskalisch zu Hamburg.
Als 1966 das Gut zum Verkauf stand, erwarb es die Freie und Hansestadt
Hamburg, so dass unser grosser Nachbar jetzt der grösste Grundbesitzer
in unserer Gemeinde ist.
Hamburg nahm damit die einmalige Gelegenheit wahr, das rund 700
ha grosse Gelände an der Oberalster als Erholungsgebiet für
die Bevölkerung zu erhalten und so die Pläne privater
Bauträger zu verhindern, die hier auf ca. 80 ha eine "Stadt
im Grünen" ansiedeln wollten.
Aber werfen wir nun noch einen Blick auf die Entwicklung unserer
Gemeinde nach dem Kriege.
Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges setzte in Tangstedt eine neue
Entwicklung ein.
Durch den Flüchtlingsstrom aus dem Osten und den Zuzug der
Ausgebombten aus Hamburg erhöhten sich die Einwohnerzahlen
in allen drei Gemeinden drastisch, und eine rapide Aufwärtsentwicklung
in der Besiedlung der Gemeinden Tangstedt, Wilstedt und Wulksfelde
begann.
Alle drei Gemeinden gehörten zum Amtsverband Tangstedt.
Darüber hinaus gehörte dazu noch die ehemalige Gemeinde
Glashütte, jetzt Stadtteil von Norderstedt.
Sie schied durch das Norderstedt-Gesetz 1970 aus dem damaligen Amtsverband
aus.
1970 erfolgte die Zusammenlegung der drei Gemeinden Tangstedt, Wilstedt
und Wulksfelde zu einer Grossgemeinde mit dem gemeinsamen Namen
Tangstedt.
Die so entstandene Grossgemeinde, im westlichen Teil des Kreises
Stormarn gelegen, wurde nach der Zusammenlegung zunächst ehrenamtlich
verwaltet, d. h., dass die Gemeindeverwaltung von einem ehrenamtlichen
Bürgermeister geleitet wurde, den die Gemeindevertretung aus
ihrer Mitte wählte.
Seit dem 01.10.1975 hat sich dieser Status geändert.
Als Leiter der Gemeindeverwaltung wurde ein hauptamtlicher Bürgermeister
gewählt, der Gemeindevertretung steht seitdem der ehrenamtliche
Bürgervorsteher vor.
Nach den Plänen der Landesregierung hat die Gemeinde Tangstedt
zur Hauptsache die Funktion der Naherholung zu erfüllen.
So entstand das Naherholungsgebiet "Oberalster".
In dem landschaftlich reizvollsten Teil von Tangstedt - die Alster
bietet mit den angrenzenden Mischwäldern für die die Natur
liebenden Menschen ein lohnendes Wanderziel - wurde im Frühjahr
1976 der 1. Bauabschnitt eingeweiht.
Parkplätze, Kinderspielplätze, Reit- und Wanderwege sowie
an idyllischen Orten stehende Ruhebänke laden zur Kurzerholung
ein.
Der Tangstedter Forst ergänzt auf der westlichen Seite der
B 432 (Segeberger Chaussee) die Naherholungsmöglichkeiten.
Im Westen der Gemeinde soll nahe der ehemaligen Gemeinde Wilstedt
ein weiteres grosses Erholungsgebiet entstehen.
Zurzeit wird dort auf einer Fläche von ca. 300 ha Kies abgebaut.
Da der Kiesabbau weitgehend von den wirtschaftlichen Möglichkeiten
abhängig ist, werden wohl mehr als 2 Jahrzehnte darüber
vergehen, bis eines Tages das Kiesgrubengebiet in eine Erholungslandschaft
umgewandelt sein wird.
Doch schon heute ist Tangstedt eine Gemeinde, die ihren Bürgern
angenehmes Wohnen in einer landschaftlich schönen Umgebung
ermöglicht.
mit frdl. Genehmigung Heimatspiegel 1984
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